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Flora und Fauna

Mexiko ist ein planetarer Hotspot der Artenvielfalt. Wer in Mexiko Urlaub macht, muss nur auf die beiden Küsten schauen und weiß, was das hier bedeutet: Vor den westlichen Gestaden vollführen arktische Wale ihre Luftsprünge, während im Osten ein Gewimmel der buntesten Tropenfische die Korallenriffe umschwärmt. Auf dem Land setzt sich die Biodiversität des Kontinents fort. Die Kakteensteppe mit ihren zahlreichen Opuntien auf der Halbinsel Baja California sieht auf den ersten Blick recht karg aus. In Wirklichkeit ist der Lebensraum reich an seltenen Reptilien wie dem Blauen Felsenleguan. Auch der Norden Mexikos scheint dem Besucher mit den vorherrschenden Dornensteppen abweisend. Wer in diesen Teil von Mexiko Reisen unternimmt und ein genauer Naturbeobachter ist, kann 26 verschiedene Arten von Klapperschlangen unterscheiden. Zwischen den Agaven und Yuccapalmen streifen Kojoten und Wölfe in der Steppe umher. Hier und da bricht ein Ameisenbär Termitenhügel auf. Seine mächtigen Klauen lehren selbst dem mutigen Jaguar das Fürchten. Den Süden Mexikos prägen die tropischen Regenwälder. Größtenteils unerforscht ist das Leben zwischen den Mahagoni-Bäumen und prächtigen Orchideen, auf denen immer wieder handtellergroße Schmetterlinge platznehmen. Laubfrösche treten dem Beobachter viel farbenfroher entgegen als ihre europäischen Verwandten. Im Regenwald lassen es die Brüllaffen sofort wissen, wenn der hübsche Ozelot im Unterholz auf Beutejagd herum schleicht. Die Papageien und Sittiche regt das vielleicht auch noch auf, aber die bunt-metallic schillernden Kolibris haben nichts zu befürchten. Auch das Faultier schaut sich die Szenerie gelassen an. Verschreckt hingegen sind die Flamingos und Pelikane in den Sümpfen von Tabasco, wenn sich Krokodile nähern. Die Tiefebene ist die Heimat einer Vielzahl anderer Vögel, daneben tummeln sich quakende Frösche und tauchende Sumpfschildkröten in den Feuchtbiotopen. Auf den verkarsteten Ländereien im Norden Yucatáns wachsen größtenteils Trockenwälder. Zoologisch interessant sind diese Habitate durch Arten wie die Mokassin-Schlange oder das Neunbinden-Gürteltier.