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Puebla

Keine 150 Kilometer Süd-östlich von Mexiko-Stadt entfernt liegt ein anderer Ballungsraum, in dem über 3 Millionen Menschen leben. Das Zentrum der Region ist die turbulente Metropole Puebla. Siedler aus ganz Europa trugen zum ethnischen Schmelztiegel der Stadt bei. Neben Deutschen, Franzosen und Arabern waren freilich die Spanier in der Mehrzahl. Der letzte Zugriff der Franzosen auf die Stadt schlug 1862 fehl. Der Tag des Sieges der Spanier über das französische Heer wurde zum mexikanischen Nationalfeiertag, der am 5. Mai begangen wird. Die Gebirgslage der Stadt mehr als 2100 Meter über dem Meeresspiegel und ihr von Vulkanen umringtes Panorama sind nicht die einzigen Attraktionen, die den Besuch lohnen. Fast unüberschaubar ist die Vielfalt der barocken Bürgerhäuser, die mit den typischen bunten Ziegeln geschmückt sind. Puebla ist deswegen auch Weltkulturerbe der UNESCO. Architektonisch bedeutsam ist die prunkvoll ausgestattete Kathedrale am Zócalo, dem Zentralplatz von Puebla. Vom früheren Reichtum zeugt auch das heutige Casa de la Cultura, das einstmals der Palast des Bischofs gewesen war. Die rechtwinklig sich kreuzenden Gassen des städtischen Grundrisses typisieren die Architektur als überwiegend spanisch geprägt. Doch auch französische Elemente findet der Besucher in der Vielvölkerstadt vor. Die Deutschen haben sich mit dem Bau der Schule Colegio Alemán Alexander von Humboldt verewigt. Das Bauwerk ist, wie auch eine lutherische Kirche, durch bayerische Einflüsse inspiriert.