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San Cristóbal de las Casas

Weit im Süden Mexikos im Gebirge der Sierra Madre de Chiapas liegt San Cristóbal de las Casas. 150 000 Einwohner leben hier in einer Höhe von fast 2100 Metern über dem Meeresspiegel. Unübersehbar ist das spanische Erbe dieser ältesten Kolonialgründung Mexikos. Die fremden Herren drängten die Maya beiseite, leider müssen ihre Nachfahren bis heute um ihre Rechte kämpfen. In manchen Ortschaften um San Cristóbal de las Casas haben sich die Maya heute derart abgesondert, dass sie kaum noch spanisch sprechen. Indianische Traditionen finden hier noch Beachtung, weswegen die Bergdörfer Zinacantan oder Chamula einen Besuch wert sind. Diskretion gegenüber den Indios ist aber allerdings anzuraten. So sehr wie die Indios diskriminiert werden, so stolz sind die Einwohner in San Cristóbal de las Casas auf die indianischen Ursprünge ihrer Heimat. Das zeigt sich im Museum Bolom, dessen anthropologische Sammlung die Geschichte der frühesten Siedler in Mittelamerika darstellt. Die Gallerie des Museo de la Medicina Maya veranschaulicht mit zahlreichen Exponaten die heilkundlichen Fähigkeiten der Maya. Doch auch die koloniale Architektur in San Cristóbal de las Casas Ist beeindruckend wie die Kirche Santo Domingo aus dem 16. Jahrhundert beweist. Aus derselben Zeit stammt die Kathedrale der Stadt am Zócalo, so heißt der Zentralplatz mexikanischer Städte. Das Rathaus und die schmucken Bürgerhäuser des Platzes sind nicht nur Treffpunkt für die Jugend, sondern stets auch Anziehungspunkt für die Besucher